Ellen Matzdorf ist nicht die einzige Hebamme, die Bestatterin wurde. Sie ist jedoch die einzige in Deutschland, die beide Berufe ausübt und Menschen an beiden Schwellen des Lebens begleitet. Für sie ist das naheliegend, denn sie erlebt immer wieder die Ähnlichkeiten zwischen dem existenziellen und natürlichen Geschehen von Geburt und Tod. Beide Lebensereignisse sind unausweichlich und können uns mit einer urgewaltigen Lebenskraft und unserer eigenen Verletzlichkeit in Verbindung bringen. In beiden Berufen erlebt sie, dass der gesellschaftliche Umgang und die geltenden Normen und Konventionen nicht immer auf das individuelle Wohlergehen der Gebärenden und Neugeborenen bzw. der Verstorbenen und ihrer Angehörigen ausgerichtet sind.
Für Ellen Matzdorf sind Selbstbestimmung und Zutrauen von großer Bedeutung. Sie möchte Menschen ermutigen, sich auf ihre eigenen Stärken und ihr angeborenes Wissen zu besinnen. Ihre Botschaft lautet: „Nur Mut und keine Angst! Trau dich und vertrau dir. Jede Frau weiß von Natur aus, wie das Gebären funktioniert. Und jeder Mensch kann mit dem Tod umgehen.“In ihrem Buch geht es „um das Leben selbst, um Anfang und Ende und um sehr viel Mut, Zuversicht und Energie dazwischen.“ Darin wird die tiefe Dankbarkeit und Zufriedenheit spürbar, die entsteht, wenn sie Menschen in diesen besonderen und einzigartigen Lebenssituationen beistehen, sie ermutigen, trösten, beraten und begleiten kann.
27.
03.
Vom ersten bis zum letzten Atemzug
Lesung mit Ellen Matzdorf, musikalisch begleitet von Nina Witt
Fr 27.03.2026, 19.00 Uhr
Ort: 94557 Niederalteich, St. Ursula Hospiz, St.-Ursula-Weg 5
Mitveranstalter: KEB Regen, Hospizverein
Referent
Ellen Matzdorf